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# W39-Notizen aus den Feiertagen zum Nationalfeiertag

* 【Pandemie】Die Zahl der Reisenden während der Feiertage lag noch einmal 30 % unter dem Vorjahr. Viele unterwegs befindliche Kollegen mussten wegen einer Warnmeldung im Gesundheitscode ihre Rückkehr nach Peking ändern. Wer verreist war, bereute es; wer geblieben war, war erleichtert; wer sicher zurückkam, freute sich still. Es gibt aber auch neue Signale. Der Peking-Marathon findet nach zwei Jahren Pause nächsten Monat wieder statt. Der Formel-1-Grand-Prix in Shanghai soll nach drei Jahren Pause im kommenden Jahr zurückkehren. Hochrangige außenpolitische Aktivitäten werden schrittweise wieder aufgenommen. Hongkong änderte die Einreisequarantäne von 3+4 auf 0+3: keine Hotelquarantäne mehr, nur noch drei Tage häusliche Isolation.
* 【Buchempfehlung】Zum Metaverse gibt es endlich ein Buch aus erster Hand: Matthew Balls „The Metaverse“. Ball gilt als Vordenker des Metaverse-Geschäfts. Er brachte den Begriff in die Öffentlichkeit und entwarf einen Weg für seine Entwicklung. Zu solchen Büchern habe ich zuletzt eine neue Einsicht gewonnen. In populären Feldern erscheinen schnell schlecht gemachte Werke. Heutige Metaverse-Bücher ähneln den Internetvisionen der 1990er-Jahre. Rückblickend war vieles Unsinn, auch wenn es Ausnahmen wie Kevin Kelly gab. Die meisten kann man deshalb ungelesen lassen. Wer eines liest, sollte zu den ursprünglichen Autoren greifen. Balls Buch könnte heute eine ähnliche Rolle einnehmen wie „Out of Control“ in den 1990er-Jahren. Unter chinesischen Titeln kommt Zhou Zhangguis „Die große Metaverse-Explosion“ infrage. Den Rest würde ich meiden.
* 【Daten】Ich blätterte in „Vom digitalen Leben zur digitalen Gesellschaft“ des Meituan Research Institute und stieß auf überraschende Zahlen. Nach der Hurun-Liste globaler Einhörner nimmt Chinas Stellung seit einigen Jahren ab. 2019 stellte China 42 % der weltweiten Einhornunternehmen und lag zeitweise an erster Stelle. 2020 sank der Anteil auf 39 %, 2021 auf 28 %, nur noch 60 % der US-Zahl. Bei neuen Einhörnern fiel Chinas jährliche Wachstumsrate von 23 % im Jahr 2020 auf 16 % im Jahr 2021. In den USA betrug sie 2021 dagegen 54 %, fast doppelt so viel wie 2020.
* 【Zuversicht】Ich hatte einen interessanten Analystenbericht gespeichert und kam zuletzt dazu, ihn zu lesen. Er untersucht den Wettbewerb zwischen Meituan und Douyin bei lokalen Dienstleistungen. Die Schlussfolgerung macht Mut, fast schon auf anspruchsvolle Weise euphorisch. Vielleicht hilft sie bei der Entscheidung zwischen Aktien und Bargeld. Webfassung: [Meituan und Douyin im Geschäft vor Ort: unterschiedliche Schwerpunkte, stabile Marktordnung und gemeinsames Wachstum](https://lognetimg.logclub.com/f202208/%E7%BE%8E%E5%9B%A2%E6%8A%96%E9%9F%B3%E5%88%B0%E5%BA%97%E4%B9%8B%E4%BA%89%EF%BC%9A%E9%94%99%E4%BD%8D%E7%AB%9E%E4%BA%89%EF%BC%8C%E6%A0%BC%E5%B1%80%E6%97%A0%E5%BF%A7%EF%BC%8C%E5%85%B1%E8%B0%8B%E5%A2%9E%E9%87%8F%E2%80%94%E2%80%94%E6%9C%AC%E5%9C%B0%E7%94%9F%E6%B4%BB%E5%88%B0%E5%BA%97%E8%A1%8C%E4%B8%9A%E4%B8%93%E9%A2%98_%E7%BD%97%E6%88%88%E7%BD%91_sLVx0siwxCLy.pdf?Expires=1660569933).
